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Perspectives
Pic GEAB 97 2016 wird das Jahr Indiens sein … und die letzte Chance für eine kontrollierte systemische Umgestaltung der Welt, die wir kennen

Als LEAP im Januar 2006 den GEAB startete, mit dem Ziel,  eine gerade entstehende „globale systemische Krise“ zu beschreiben, hatten wir – unter anderem – die Absicht, das Bewusstsein der Europäer darüber zu schärfen, dass die USA schwach sind und dadurch die Gelegenheit bestand, den Unabhängigkeitsprozess des Kontinents abzuschließen.

Dieses Ziel war nicht nur durch rein europäische Interessen motiviert. Es basierte auf einer starken Vorhersage, die wir auf diesen Seiten oft wiederholt haben: der Übergang von einer west-zentrierten  in eine multipolare Welt würde mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden sein, wenn Europa es nicht schaffen würde, sich aus dem westlichen Lager zu lösen, in das das “hard-liner Amerika” es eingesperrt hat. In der Tat hatte dieses Amerika mit Europa als Verbündeten keinen Grund, sich in Frage zu stellen, und konnte eine reine Machtstrategie implementieren, um zu versuchen, seine globale Führung zu behalten.

Der Artikel:

1. 2016 wird das Jahr Indiens sein … und die letzte Chance für eine kontrollierte systemische Umgestaltung der Welt, die wir kennen
2. Scheidung zwischen China und dem Westen  – China steigt aus dem westzentrierten “internationalen” System  aus
3. Einwanderung: Die dritte Monsterwelle zerbricht das „Schiff EU, so wie wir es gekannt haben“
4. Griechenland: eine „gewonnene“ Schlacht ist noch kein gewonnener Krieg
5. Investitionen, Trends und Empfehlungen (Unternehmen: Die Börse oder ihr Leben? / Privatinvestoren:  solide,  hart,  konkret / Finanzmärkte: der Kern des Systems bricht zusammen)

Unsere Pressemitteilung enthält diesmal einen Auszug aus der : “2016 wird das Jahr Indiens sein … und die letzte Chance für eine kontrollierte systemische Umgestaltung der Welt, die wir kennen”

Amerika hat Europa in  Judo-Griff

Wir haben also jetzt 10 Jahre lang alle Anzeichen für europäische Versuche, seine Unabhängigkeit zu erlangen, identifiziert und analysiert. Leider hat Europa trotz einiger nobler und realer Versuche, die Gelegenheit, die sich in den fünf Jahren von 2008 bis 2013 bot, nicht genützt (und speziell wurde Europa durch die Wahl eines schwarzen Präsidenten an die Spitze der Vereinigten Staaten eingelullt).

Die geschwächten Vereinigten Staaten brauchten Europas Kraft, um ihre Vormachtstellung zu halten; die Kontrolle dieser Kraft konnte man sich einfach nehmen, da die EU es “vergessen” hatte, das zu tun, was nötig gewesen wäre, um seine politische Legitimität zu verankern; und da es jetzt unter Kontrolle stand, hat die europäische “Sorglosigkeit” den Rest erledigt. 2014 hat Amerika an Europa eine echte Judo-Nummer vollzogen, es hat die Kraft Europas gegen Europa selbst gelenkt und damit unseren Kontinent blockiert.

Seit der Ukraine-Krise, und trotz der relativen “Stabilität” der Situation wegen des europäisch-russische Minsk-Abkommens, hören die schlechten Nachrichten über Europa nicht auf: keine Lösung der Griechenland-Krise, katastrophale Wahlen in Polen[1], Stationierung von US-Truppen in verschiedenen Regionen des Kontinents, Stillstand des Euro-Kurs bei Quasi-Parität mit dem Dollar[2], Einwanderungswellen, die den sozialen Zusammenhalt bedrohen, Kräfte an der Spitze eines sich verwerfenden Großbritanniens, die nichts verändern wollen, europäische Unfähigkeit, die Maßnahmen zu implementieren, die die große Krise notwendig gemacht haben, aggressive Übernahmen von Flaggschiffen der europäischen Wirtschaft durch US-Unternehmen[3], usw.  Desto mehr sich die Welt von den USA befreit, umso enger zieht die USA die Schlinge um den Hals Europas.

Europa sieht sich dadurch in die verrückte Strategie des „hard-liner Amerikas“ verwickelt: Angriff von allen Seiten auf die multipolare Welt  … natürlich ... Lesen