Währungen, Finanzsystem, Europa, Demokratie, globale geopolitsche Konfiguration: Die 35 GEAB-Trends für 2017

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LEAP/E2020 bietet Ihnen wie jedes Jahr einen zusammenfassenden Überblick über die wichtigsten „Rauf und Runter“[1]-Trends des kommenden Jahres. Abgesehen vom intellektuellen Interesse dient dieser Beitrag, der auch zahlreiche Analysen unserer Forscher aus den letzten Monaten reflektiert, auch dazu, Ihnen ein besseres Verständnis der Prioritäten der Tagesnachrichten zu geben, sowie Leitlinien für Empfehlungen. Diese Liste kann also den GEAB-Lesern ganz konkret helfen, sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Mit einer Erfolgsquote zwischen 69 und 85% in diesen elf Jahren ist diese jährliche Antizipation also eine recht konkrete Entscheidungshilfe für die nächsten zwölf Monate.
Die 35 Schlüsselthemen, die wir weiter unten diskutieren, kann man einordnen in folgende Mega-Trends für das Jahr 2017:

. Die Konsequenzen der großen westlichen Niederlage im Nahen Osten im Jahr 2016, die einen gigantischen Game-Changer darstellen, der schon wirkt, obwohl wir uns seiner Bedeutung noch nicht voll bewusst sind.

. Die große Veränderung der politischen Orientierung der Vereinigten Staaten und insbesondere das „America first“, das 30 Jahre einer amerikanischen Welt beendet und den Weg freimacht für „Europe first“, „China first“, „Russia first“, „India first“, „Africa first“, usw., ein Trend, der, wenn er nicht sehr schnell strukturiert wird, großes Konfliktpotential in sich birgt.

. Die offensichtliche Konsequenz, die dieser abrupte Richtungswechsel für die Gremien der globalen Governance, wie wir sie gekannt haben, hat, verbunden mit der Hypothese, dass einige einfach sterben und andere notwendige Reformen sehen werden.

. Insbesondere für Europa das Verschwinden aller gemeinsamer Projekte und Visionen wegen des Scheiterns der EU, was bedeutet, dass alle Pathologien der Vergangenheit (imperiale Träume, alte Feindschaften, usw.) zwangsläufig wieder an die Oberfläche kommen.

. Ein identisches Risiko für die Welt, wenn nicht schnell ein überzeugendes und demokratisch legitimiertes Projekt der globalen Governance geboren wird.

. Zwischen einer multipolaren und einer bipolaren Welt schwankende Linien für 2017 mit den Risiken der Marginalisierung eines von Bruchlinien durchzogenen westlichen „Blockes“ im Angesicht eines „Restes der Welt“, der im Rahmen des neuen, von China vorgeschlagenen Governance-Modells versucht, sich nach einer multipolaren Logik zu organisieren.

. Das große politische Chaos, das Europa dem Rest der Welt präsentieren wird, mit einer ideologischen Verhärtung, die den Glanz des Leuchtturms der humanistischen Werte, der trotz allem Europa immer noch erleuchtet hat, beenden wird.

. Das Ende der apolitischen neoliberalen einseitigen Denkweise und die Rückkehr der Handhabung der Probleme durch die Politik auf der einzigen Ebene, auf der es eine gibt: der nationalen Ebene.

. Die Risiken des Einschlusses insbesondere der Europäer in eine verzerrte Darstellung der realen Welt unter den Schlägen eines technischen und ideologischen Versagens der Informationssysteme.

. Die Richtungen, die im Westen vorgegeben werden durch eine totalitäre Entwicklung, die großgezogen wurde von der trans-humanistischen Denkweise aus dem Silicon Valley, die den Menschen überflüssig machen will …

Mit diesen zehn Mega-Trends für 2017 im Hinterkopf antizipiert unser Team folgende 35 “Rauf und Runter” Trends:
Dollar, Yuan-Zone, Euro, Demonetisierung, Die Unabhängigkeit der Zentralbank, Europäisches QE, Globales fiskalpolitisches QE, Zentralbanken, Politik der niedrigen Zinsen, Bankensystem, Bargeld, Bitcoins, Gold, Öl, EU, Euroland, Deutschland, Extreme Rechte, Wahlen in Frankreich, Wahlen in Deutschland, Wahlen in den Niederlanden, Internet, Europäische Demokratie, Regionale Integration, G20, BRICS, WTO, UNO, NATO, Naher Osten, Transatlantischen Beziehungen, Balkan, Afrika, Türkei, Venezuela…

Für mehr, GEAB 111

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[1]    Die Rauf-Trends sind die, die erscheinen oder sich verstärken, während die Runter-Trends die sind, die verschwinden. Denn in der Antizipation zählt weniger die Aufnahme als der Film …