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GEAB 144 Die Themen – Die Covid Krise aus der Sicht des Jahres 2040

In einer Zeit, in der die Nachrichten nur ein einziges Thema haben und vor den Augen aller einen Nebelschirm errichten, wird der GEAB, wie er es schon immer gemacht hat, seine Radare auf das Geschehen hinter diesem Schirm richten, um aus ihm abzuleiten, welche Welt wirklich entsteht (und nicht all das, was sich alle erhoffen), im Bestreben, seinem Leitprinzip des „Real-Futurismus“ gerecht zu werden.

Für diese nächste Ausgabe werden wir die Logik der politischen Antizipation bis an die Grenze ausreizen und versuchen, die gegenwärtige Krise so zu betrachten, wie ein Historiker sie im Jahr 2040 betrachten würde. Diese Übung soll der vom GEAB-Team angestrebten räumlichen Distanzierung eine zeitliche hinzufügen, um die stattfindenden Entwicklungen so früh wie möglich zu identifizieren.

Auf gesellschaftlicher Ebene lässt diese Covid-Krise alle Recht haben: „Es ist die Umweltverschmutzung“, „es ist die Unmoral, „es ist der Liberalismus“, „es ist die CIA“, „es ist China“ … jeder sieht seine Theorien durch die Krise bestätigt, seine Stunde des Ruhmes gekommen, seine Lösungen in Reichweite. Der Medienbereich und die sozialen Netzwerke sind voll von „fake news“ und siegessicheren Verschwörungstheorien zur Beförderung von kultartigen Gruppen, welche am Ende der Eindämmungsperiode sehr schnell desillusioniert sein werden. Und selbst wenn (wir wiederholen es) „die Welt nach Covid eine ganz andere sein wird als die Welt davor“, so wird sie doch nicht so anders sein, wie es sich zahlreiche Armeen von Ideologen erhoffen.

All dies lässt uns das Risiko einer weiteren Fragmentierung unserer Gesellschaften antizipieren und die Regierungen, die durch die Herausforderung, die Wirtschaft wieder in Gang zu setzen, in extremer Bedrängnis sind, werden keine andere Wahl haben, als das auf mehr oder weniger autoritäre Weise einzudämmen.

Auf globaler Ebene lässt derselbe Trend eine neue Phase der globalen geopolitischen Erschütterung antizipieren, da sich kontinent-spezifische Modelle zur Lösung der Krise entwickeln werden.

Fragmentierte Gesellschaften, zersplitterte globale Regierungsführung (im Finanz- und institutionellen Bereich), wahrscheinlich werden nur die kontinentalen, nationalen und kommunalen Ebenen Lösungen hervorbringen können durch die lang antizipierte Wiederaufnahme der Kontrolle durch die Politik.

Und die Wirtschaft wird diesem Trend folgen: planwirtschaftliche Strukturen, kontrollierte strategische Industrien, refinanzierte öffentliche Sektoren … während je nach Land der Anschein des Liberalismus gewahrt bleiben kann, wird die Realität die Entkoppelung der Wirtschaft der Grundbedürfnisse von der Wirtschaft des Überflusses sein, wobei die Inflation im zweiten Bereich die mit dem ersten Bereich verbundenen Ausgaben finanzieren wird.

Konkret werden wir die Entfaltung dieses Trends in den Bereichen Öl, Luftverkehr und Gesundheit im Detail betrachten.

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Ausführliche Zusammenfassung des GEAB 144:

. Die Sicht eines Historikers der Zukunft auf die Pandemie 2020
. Rolle der Staaten: Die verschiedenen Formen der Verstaatlichung im 21. Jahrhundert
. Gesundheitssysteme und Big Data: Wie wird ein „globales Pandemie-Frühwarnsystem“ aussehen?
. US Öl: Vor einer Sanierung?
. Tourismus: Aussichten im Luftverkehrssektor
. Empfehlungen

 

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