{"id":98952,"date":"2015-04-15T19:53:44","date_gmt":"2015-04-15T17:53:44","guid":{"rendered":"https:\/\/geab.eu\/summer-2015-from-the-end-of-the-greek-crisis-to-new-geopolitics-in-the-eastern-mediterranean\/"},"modified":"2023-10-17T11:17:59","modified_gmt":"2023-10-17T09:17:59","slug":"sommer-2015-vom-ende-der-griechenlandkrise-zu-einer-neuen-geopolitik-im-oestlichen-mittelmeer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geab.eu\/de\/sommer-2015-vom-ende-der-griechenlandkrise-zu-einer-neuen-geopolitik-im-oestlichen-mittelmeer\/","title":{"rendered":"Sommer 2015&nbsp;: Vom Ende der Griechenlandkrise zu einer neuen Geopolitik im \u00f6stlichen Mittelmeer"},"content":{"rendered":"<p><em><strong><a href=\"https:\/\/geab.eu\/de\/magazine\/geab-n94-ist-angekommen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fur mehr : GEAB 94 \/ Apr 2015<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Griechenlandkrise steht kurz vor ihrem Abschluss \u2013 und zwar nicht dank eines Rettungsschecks der EU, sondern der Tatsache, dass Griechenland sich bald ganz allein das Geld besorgen kann, das es ben\u00f6tigt, um seine Schulden zu bezahlen. Daf\u00fcr braucht es also weder Russland noch die USA oder sonst ein anderes Land\u2026<\/p>\n<p><strong>Niemand hat ein politisches Interesse daran, Griechenland zu retten<\/strong><\/p>\n<p>Seit 2009 wiederholt der GEAB unerm\u00fcdlich, dass die Summen, um denen es in der Griechenlandkrise geht, im Verh\u00e4ltnis zum Haushalt und den finanziellen M\u00f6glichkeiten der EU und ihrer Mitgliedstaaten\u00a0l\u00e4cherlich sind; dass die L\u00f6sung der Krise lediglich eine Frage des notwendigen politischen Willens sei \u2013 an dem es 2014 jedoch \u00fcberall und bei allen mangelte, weil:<\/p>\n<p>eine politisch schwache EU mit einem besonders schwachen Barroso es einfach nicht vermochte, das Problem mit ein paar Schecks der EU aus der Welt zu schaffen;<\/p>\n<p>ein korruptes politisches System in Griechenland jede Hoffnung vereitelte, dass das Land seine strukturellen Probleme beseitigen k\u00f6nnte;<\/p>\n<p>Deutschland, gel\u00e4hmt zwischen seinem Interesse an einer L\u00f6sung der Griechenlandkrise und seinem Interesse an ihrer Fortsetzung, sich nicht zu bewegen vermochte;<\/p>\n<p>das Interesse einer ganzen Reihe westlicher Akteure (Banken, Milit\u00e4rs, insbesondere auch griechische Oligarchen) darin lag, dank der Krise hohe Profite zu erzielen.<\/p>\n<p>Aber seit einigen Monaten hat sich die Lage unglaublich ge\u00e4ndert\u2026<\/p>\n<p><strong>Der \u2018Kalte Krieg\u2019 zwischen Griechenland und der T\u00fcrkei als Dreh- und Angelpunkt der Griechenlandkrise<\/strong><\/p>\n<p>Sicherlich vereinfachend l\u00e4sst sich zusammenfassen, dass viele der Dinge, die in Griechenland schief laufen, von der historischen Tatsache verursacht sind, dass es Griechenland nie gelungen ist, seinen \u2018Kalten Krieg\u2019 gegen die T\u00fcrkei zu beenden. Doch nun kommt Bewegung in die Lage und dieser Zustand wird nun nicht mehr lange andauern.<\/p>\n<p>Der latente Kriegszustand mit der T\u00fcrkei, der seit nunmehr 200 Jahren andauert<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>, hat das Land in vollst\u00e4ndige Abh\u00e4ngigkeit von seiner Armee gebracht. Ganz besonders deutlich wurde dies in den Jahren der Obristendiktatur (1967-1974), blieb aber auch nach dem Ende der Junta weitgehend intakt.<\/p>\n<p>Daher wendet Griechenland 2,5% seines BIP f\u00fcr R\u00fcstung auf und h\u00e4lt damit den ersten Platz in der Rangliste der Verteidigungsausgaben der 28 EU- Mitgliedstaaten (Gro\u00dfbritannien und Frankreich folgen mit 2,2% auf Platz 2 und 3, wiederum gefolgt von Portugal, das \u2013 auch das ein Wahnsinn \u2013 2,1% seines BIP aufwendet). Weltweit am Meisten f\u00fcr R\u00fcstung gibt Saudi- Arabien mit 9% aus, gefolgt von Israel mit 6%, w\u00e4hrend es bei den USA 4,7% sind, bei Russland 4,2% und China 2,1% (Zahlen von 2013)<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>.<\/p>\n<p>Erst seit 2010 vermag Griechenland \u00ab\u00a0dank\u00a0\u00bb der Sparma\u00dfnahmen und Austerit\u00e4tspolitik allm\u00e4hlich, diese Ausgaben zur\u00fcckzufahren. Aber die unvermeidliche Kollusion der Interessen der politischen Klans des Landes und seiner hohen Offiziere verhinderte eine weitergehende Beschneidung des Milit\u00e4rhaushalts. Auch die EU war nicht sonderlich motiviert, Griechenland einen Sparkurs bei den R\u00fcstungsausgaben aufzuerlegen, denn schlie\u00dflich sind \u2013 neben den USA \u2013 die beiden wichtigsten Euromitgliedsl\u00e4nder Deutschland (zu 25%) und Frankreich (zu 12%) dessen Hauptwaffenlieferanten<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Turkish Stream als Retter in der Griechenlandkrise<\/strong><\/p>\n<p>Aber die Wahl von Syriza, eine Partei, die bisher keine Rolle in der griechischen Politik spielte, an die Regierung ist insoweit ein echte Revolution. Die neue Regierung ist nicht in den alten traditionellen Abh\u00e4ngigkeiten des politischen Systems Griechenlands gefangen. Und angesichts des Drucks, unter der sie steht, die Krise schnell zu meistern, ist sie gezwungen, durchschlagende L\u00f6sungen zu suchen. Die Beschneidung des Milit\u00e4rhaushalts des Landes dr\u00e4ngt sich dabei geradezu auf.<\/p>\n<p>Heute besteht aber \u00a0eine fantastische Gelegenheit, die zweihundertj\u00e4hrige griechisch- t\u00fcrkische Krise beizulegen, n\u00e4mlich Russlands Projekt, an der griechisch-t\u00fcrkischen Grenze einen Gasknotenpunkt zu bauen. Zur Erinnerung: Wegen der russisch- europ\u00e4ischen Spannungen haben die Russen das South- Stream \u2013 \u00d6lpipelineprojekt eingestellt, das \u00fcber Bulgarien Gas von Russland nach Europa bef\u00f6rdern sollte, das die EU aber als Versto\u00df gegen die europ\u00e4ischen Wettbewerbsregeln ansah. Also verk\u00fcndete Putin kurzentschlossen, dass ein solches Projekt auch durch die T\u00fcrkei laufen k\u00f6nnte, was das Land zu einem wichtigen Energietransitland machen w\u00fcrde \u2013 eine Aussicht, die Erdogan nat\u00fcrlich au\u00dferordentlich gefallen w\u00fcrde<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p>Aber damit das Projekt gelingen kann, muss auch Griechenland damit einverstanden sein. W\u00e4re in Griechenland eine der traditionellen Parteien weiterhin an der Regierung, die sich europ\u00e4ischen W\u00fcnschen nicht verschlie\u00dfen k\u00f6nnten, w\u00e4re ein solches Einverst\u00e4ndnis angesichts der europ\u00e4isch- russischen Spannungen nicht zu erwarten gewesen. Aber f\u00fcr Tsipras, der alles daran setzt, gewisse europ\u00e4ische Irrpolitiken wieder in vern\u00fcnftige Bahnen zu lenken, ist es nicht besonders schwierig, nach Moskau zu reisen und seine Mitarbeit bei einem solch vielversprechenden Projekt anzubieten.<\/p>\n<p>Da vorab auch Varoufakis mit IWF- Chefin Lagarde in Washington zusammengetroffen war<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>, war der Weg frei f\u00fcr die grundlegende Einigung \u00fcber ein griechisch-russisches Kooperationsmemorandum<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. \u00dcber Turkish Stream wird Gas (von Russland, aber vielleicht auch aus anderen L\u00e4ndern<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>) \u00fcber Griechenland nach Europa str\u00f6men. Und der Knotenpunkt f\u00fcr die Verteilung wird sogar an der t\u00fcrkisch- griechischen Grenze liegen und damit de facto die \u201et\u00fcrkisch- griechische Mauer\u201c zu Fall bringen.<\/p>\n<p>Daher ist es nicht \u00fcberraschend, dass im Nachgang zum Tsipras- Besuch bei Putin auff\u00e4llige Signale des guten Willens zwischen Griechenland und der T\u00fcrkei zu verzeichnen waren<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>, oder dass der britische Au\u00dfenminister Philip Hammond ganz aus dem H\u00e4uschen war \u00fcber die Chancen f\u00fcr eine L\u00f6sung der Zypernfrage\u00a0 &#8211; was nat\u00fcrlich f\u00fcr Gro\u00dfbritannien von gr\u00f6\u00dftem\u00a0 Interesse w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Und das \u00d6l sprudelt!<\/strong><\/p>\n<p>Das Erd\u00f6l des \u00f6stlichen Mittelmeers ist die dritte konvergierende Achse, die zur \u00a0L\u00f6sung der Griechenlandkrise (und damit auch der griechisch- t\u00fcrkischen) f\u00fchrt.\u00a0 Die Medien berichten wenig dar\u00fcber, aber Griechenland sitzt auf gewaltigen Mengen fossiler Energietr\u00e4ger<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>.<\/p>\n<p>Die griechische Vorg\u00e4ngerregierung hatte sich darauf gest\u00fcrzt, in der Hoffnung, den Schl\u00fcssel f\u00fcr die L\u00f6sung seiner wirtschaftlichen wie auch strukturellen geopolitischen Krise in die H\u00e4nde zu bekommen. Deshalb unterzeichnete sie im Mai 2014 Vertr\u00e4ge \u00fcber die Ausbeutung dieser drei \u00d6lvorkommen mit kanadischen, britischen und europ\u00e4ischen (italienischen und irischen) \u00d6lkonzernen<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>. Aber ihr Enthusiasmus d\u00fcrfte gelitten haben, als sie feststellen musste, dass dadurch ihre Spannungen mit der T\u00fcrkei nicht wie erhofft abnahmen, sondern sich eher noch zu verst\u00e4rken schienen<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>.<\/p>\n<p>Griechenland ist nicht das einzige Land, das \u00d6lvorkommen im \u00f6stlichen Mittelmeer entdeckt hat. Weitere gibt es vor der K\u00fcste Israels, des Libanons, Syriens und Zyperns\u2026 <a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a>. Bisher hat sich erst ein Land getraut, konkrete Schritte f\u00fcr den Beginn einer F\u00f6rderung einzuleiten, n\u00e4mlich Israel. Allen anderen L\u00e4ndern scheinen die geopolitischen Risiken zu hoch zu sein, entsprechend langsam entwickeln sich die Dinge.<\/p>\n<p>Es gibt dar\u00fcber hinaus noch Vorkommen entlang der albanischen<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> und der italienischen Adriak\u00fcste. Die Ausbeutung der Erd\u00f6lvorkommen durch Griechenland an der Schnittstelle von Balkan und dem Nahen Osten birgt alle Zutaten f\u00fcr eine multiregionale Explosion.<\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg zu einer neuen Geopolitik im \u00f6stlichen Mittelmeer<\/strong><\/p>\n<p>Die Geopolitik des \u00f6stlichen Mittelmeers muss sich noch ma\u00dfgeblich \u00e4ndern, bevor an die Ausbeutung dieser Vorkommen zu denken ist.<\/p>\n<p>Aber genau dies geschieht gerade, dank der nun in Aussicht stehenden Entspannung zwischen Griechenland und der T\u00fcrkei, die es erm\u00f6glicht, dass Griechenland sein \u00d6l im Austausch daf\u00fcr f\u00f6rdert, dass die T\u00fcrkei zum wichtigen Energieverteilungsknotenpunkt aufsteigt, jedenfalls f\u00fcr Gas, aber warum nicht auch f\u00fcr Erd\u00f6l\u00a0?<\/p>\n<p>Denn wenn erst einmal die gigantischen Gaspipelines gebaut sind, w\u00e4re es ohne immense Mehrkosten sicherlich m\u00f6glich, parallel zu diesen \u00d6lpipelines zu bauen. Damit kann Turkish Stream auch eine Antwort auf die sich aufdr\u00e4ngende Frage liefern, ob den Preis, den Griechenland f\u00fcr seine finanzielle Rettung zahlen muss, darin besteht, dass seine paradiesischen Inseln von Zeit zu Zeit von \u00d6lkatastrophen heimgesucht werden?<\/p>\n<p>Wir haben uns seit 2009 schon oft gefragt, ob Europa es sich nicht leisten k\u00f6nnte, die wundersch\u00f6nen griechischen Inseln zu erhalten, ob die Zykladen wirklich alle industriell\u00a0 verschandelt werden, ob sie in ein griechisches <em>Ruhrgebiet<\/em><a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><em><strong>[14]<\/strong><\/em><\/a> verwandelt werden m\u00fcssen, nur um die deutschen Forderungen nach \u201eschw\u00e4bischer Haushaltsf\u00fchrung\u201c \u00a0zu erf\u00fcllen?<\/p>\n<p>Es ist davon auszugehen, dass Griechenland den deutschen Forderungen nachgibt und zum Erd\u00f6l produzierenden Land wird. Aber es bleibt zu hoffen, dass die Umweltsch\u00e4den begrenzt werden k\u00f6nnen, indem die F\u00f6rderstellen direkt mit dem t\u00fcrkisch- russischen Verteilungsnetzwerk verbunden werden. Auch insoweit bleibt zu hoffen, dass nur die besten und zuverl\u00e4ssigsten F\u00f6rdermethoden zur Anwendung kommen\u00a0 &#8211; und dass die EU insoweit den privaten Konzernen ihre Umwelt- und Sicherheitsnormen aufzwingen kann. Dies wird einem um sein \u00dcberleben k\u00e4mpfenden Griechenland allein nicht m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Das Ende des Ringens zwischen \u00d6lkonzernen und den nationalen Armeen \u2013 aber nicht der Geschichte<\/p>\n<p>Im Ringen zwischen den Interessen der \u00d6lkonzerne und der nationalen Armeen gehen wir davon aus, dass die \u00d6lkonzerne und die finanziellen Interessen bereits den Sieg davon getragen haben. Das entnehmen wir den Ver\u00e4nderungen in den Absatzzahlen der westlichen R\u00fcstungskonzerne. Dassault z.B. hat gerade einen Vertrag mit \u00c4gypten und Indien unterzeichnet und d\u00fcrfte damit seinen Umsatzausfall in Bezug auf Griechenland (und auch Russland) ausgleichen<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a>. Auch Deutschland zeigt m\u00e4chtig Interesse, die \u00e4gyptische Armee auszur\u00fcsten, sowie die saudische \u2013 was sicherlich Anlass zu einiger Diskussion sein wird<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a>.<\/p>\n<p>Economies sur les d\u00e9penses militaires, \u00e9conomies sur le prix du gaz et gains p\u00e9troliers en perspectives, dans un monde o\u00f9 tout est anticipation, la Gr\u00e8ce ne va donc pas tarder \u00e0 redevenir solvable.<\/p>\n<p>Verringerte R\u00fcstungsausgaben, billigeres Gas und Hoffnung auf Profite aus der Erd\u00f6lf\u00f6rderung<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a>, da werden die Finanzm\u00e4rkte und Investoren doch sicherlich nicht mehr lange f\u00fcr Griechenland ihre Geldbeutel verschlossen halten.<\/p>\n<p>Auch wenn wir davon ausgehen, dass sich L\u00f6sungen f\u00fcr die Griechenlandkrise bis zum Sommer in \u00ab\u00a0ganz\u00a0 wundersamer Weise\u00a0\u00bb abzeichnen werden, sind wir dennoch schockiert, dass eine Schuldenkrise, die Europa bei entsprechendem politischen Willen schnell h\u00e4tte l\u00f6sen k\u00f6nnen, letztendlich erst gemeinsam von Russland und der T\u00fcrkei und dank der zu erwartenden Profite gel\u00f6st werden kann.<\/p>\n<p>Aber entscheidend ist, dass endlich die Griechenlandkrise ein Ende nimmt, dass endlich Tsipras seine Politik entsprechend seines W\u00e4hlerauftrags machen darf und er damit Erfolg hat, und dass noch in diesem Jahr eine weitere Mauer in Europa zu Fall kommt, womit eine neue Geopolitik an den Grenzen von Europa und dem Nahen Osten m\u00f6glich wird, n\u00e4mlich eine Geopolitik zwischen Partnern, die miteinander auf Augenh\u00f6he verhandeln.<\/p>\n<p>Auf der Basis eines \u00ab\u00a0Verst\u00e4ndigungsmemorandums\u00a0\u00bb zwischen der T\u00fcrkei und Griechenland bis zum Sommer dieses Jahres kann man hoffen, dass eine \u201eOrganisation der Erd\u00f6l produzierenden L\u00e4nder des Mittelmeers\u201c entstehen wird, in der sich ehemalige verfeindete L\u00e4nder versammeln und ein neues Modell der unbedingt erforderlichen internationalen Energie- Governance schaffen, von dem h\u00f6chstwahrscheinlich zu erwarten ist, dass es ebenfalls multipolar sein wird.<\/p>\n<p>Wenn die beteiligten Akteure sich aber nicht so verantwortlich verhalten, wie die komplexe Lage es erfordert, k\u00f6nnte diese Hoffnung sehr schnell sich zu einem Alptraum auswachsen. Aber das Ende der Griechenlandkrise ist nat\u00fcrlich nicht das \u201eEnde der Geschichte\u201c\u2026 denn solange es eine Welt gibt, wird Geschichte nie an ihr Ende gelangen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/geab.eu\/de\/magazine\/geab-n94-ist-angekommen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fur mehr : GEAB 94<\/a><\/p>\n<p>_________________<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Greek%E2%80%93Turkish_relations\">Greek-Turkish relations<\/a>, Wikipedia<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/donnees.banquemondiale.org\/indicateur\/MS.MIL.XPND.GD.ZS\">Banque mondiale<\/a>, 2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Wir empfehlen die Lekt\u00fcre dieser exzellenten Analyse von Frank Slijper zur wahnwitzigen H\u00f6he der griechischen Milit\u00e4rausgaben. Quelle \u00a0: <a href=\"http:\/\/www.analyzegreece.gr\/interviews\/item\/145-frank-slijper-an-insane-level-of-military-spending-led-greece-to-massive-debts-for-weapons-does-not-need\">ExploreGreece<\/a>, 02\/03\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/2014\/12\/01\/us-russia-gas-gazprom-pipeline-idUSKCN0JF30A20141201\">Reuters<\/a>, 01\/12\/2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/varoufakis-heads-to-washington-to-discuss-greek-reform-with-imfs-lagarde\/a-18362049\">Deutsche Welle<\/a>, 05\/04\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.dailysabah.com\/energy\/2015\/04\/10\/greece-russia-to-sign-turkish-stream-cooperation-deal\">Daily Sabah<\/a>, 10\/04\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Wahrscheinlich l\u00e4ge es nur an der EU, daf\u00fcr zu sorgen, dass \u00fcber den t\u00fcrkischen Endpunkt nicht nur russisches Gas flie\u00dft, sondern auch Gas aus dem Iran; f\u00fcr das Projekt der europ\u00e4ischen Energieabh\u00e4ngigkeit w\u00e4re dies sehr hilfreich.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.worldbulletin.net\/turkey\/157643\/turkey-greece-agree-to-boost-bilateral-ties\">World Bulletin<\/a>, 09\/04\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.geoexpro.com\/articles\/2014\/03\/a-fresh-look-at-the-oil-and-gas-potential-of-greece\">GeoExPro<\/a>, 2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/en.enikos.gr\/economy\/5807,Greece-signs-first-contracts-for-oil-and-gas-exploration.html\">Enikos<\/a>, 15\/05\/2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/business\/2014\/nov\/10\/oil-gas-reserves-cyprus-greece-turkey\">The Guardian<\/a>, 10\/11\/2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.leblogfinance.com\/2013\/12\/syrie-accord-avec-la-russie-pour-exploration-de-gaz-et-petrole-en-mediterranee-orientale.html\">Nexity\/Le blog Finance<\/a>, 28\/12\/2013<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Gewisse \u00ab\u00a0Ereignisse\u00a0\u00bb k\u00f6nnten sich \u00fcbrigens auf albanischer Seite einstellen, in direkter Verbindung mit den Verhandlungen \u00fcber die Ausbeutung der griechischen Vorkommen. Denn zwar hat Griechenland einen Trumpf gegen Albanien im \u00c4rmel wegen dessen Antrags auf EU- Mitgliedschaft, aber auch Albanien gegen\u00fcber Griechenland wegen dessen \u00d6lvorkommen; hier wird wohl jeder etwas nachgeben m\u00fcssen. Wohin der Weg gehen k\u00f6nne, lie\u00df sich neulich den Verlautbarungen des albanischen Pr\u00e4sidenten entnehmen, der \u201eKosovo k\u00f6nne zur\u00fcckkehren nach Gro\u00dfalbanien\u201c \u2013 was beim serbischen Pr\u00e4sidenten\u00a0 und auch Mogherini zu einem Wutausbruch gef\u00fchrt hat. Noch ist die Sache aber nicht entschieden. Gro\u00dfalbanien gegen griechisches \u00d6l? Quelle: <a href=\"https:\/\/euobserver.com\/foreign\/128273\">EUObserver<\/a>, 09\/04\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Historisch das gr\u00f6\u00dfte Industriegebiet Deutschlands. Quelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ruhrgebiet\">Wikipedia<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.ibtimes.co.uk\/india-orders-36-dassault-rafale-combat-jets-france-1495875\">International Business Time<\/a>, 11\/04\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/does-germany-have-a-new-middle-east-policy\/a-18375040\">Deutsche Welle<\/a>, 11\/04\/2015<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Quelle\u00a0: <a href=\"http:\/\/www.neurope.eu\/article\/greece-wants-russia-tit-tat-gas-price-break-pipeline-join\">NewEurope<\/a>, 12\/04\/2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fur mehr : GEAB 94 \/ Apr 2015 Die Griechenlandkrise steht kurz vor ihrem Abschluss \u2013 und zwar nicht dank eines Rettungsschecks der EU, sondern der Tatsache, dass Griechenland sich bald ganz allein das Geld besorgen kann, das es ben\u00f6tigt, um seine Schulden zu bezahlen. 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