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Entwicklung unseres Verhältnisses zur Zeit: Rückkehr zur Gegenwart

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2009 schrieb Franck Biancheri in seinem Buch „Crise mondiale” (Weltkrise): „Unser Verhältnis zur Zukunft hat sich innerhalb von etwa fünfzig Jahren grundlegend verändert […] Die Zukunft beeinflusst nun ebenso stark wie die Vergangenheit die Gegenwart unserer Gesellschaften.” Die Idee war, dass Entscheidungen früher hauptsächlich von Verweisen auf die Vergangenheit, Gewohnheiten oder Traditionen beeinflusst wurden. Diese Art der Entscheidungsfindung machte in sich langsam entwickelnden Gesellschaften Sinn, in denen die Zukunft weit entfernt und Gott näher an den Menschen war. Ab dem 18. und 19. Jahrhundert beschleunigten sich die wissenschaftlichen, soziopolitischen und bildungspolitischen Fortschritte, die sich gegenseitig befruchteten und die Zukunft allmählich mit neuen Perspektiven füllten, wodurch die Realität so komplex wurde, dass die Vergangenheit nach und nach ihre Bedeutung verlor. Die Zukunft rückt näher, sie materialisiert sich, sie ist zum Greifen nah. Und unsere Entscheidungen werden zunehmend in Bezug auf sie getroffen. Darauf machte uns Franck Biancheri 2009 aufmerksam, um uns von der Dringlichkeit zu überzeugen, unsere Instrumente zur Beobachtung der Zukunft zu verfeinern, um die Qualität unserer Entscheidungen zu verbessern, besser zu planen, bevor wir handeln, also vorausschauend zu handeln. Aber 20 Jahre später ist die Realität so komplex geworden, dass wir bereits eine neue Etappe in der Entwicklung unseres Verhältnisses zur Zeit einläuten müssen, in der der Wandel so konstant und multidirektional ist, dass er die Vergangenheit hinweggefegt und die Zukunft

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Zusammenfassung

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VISION Gerade die Hypothese eines Übergangs in einen Zustand permanenter systemischer Kriegsführung lässt eine Rückkehr des Menschen erwarten. Denn die mit diesem Zustand verbundene Fragilität des Verwaltungs- und Regierungsüberbaus wird [...]

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