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Terra Cognita 2089 – Auf dem Weg zu einem sehr großen Europa?

Die Rubrik Terra Cognita 2089 hat zum Ziel anhand von offiziellen Dokumenten und Erklärungen mächtiger Akteure eine Karte unserer mittel- bis langfristigen Zukunft zu zeichnen. Durch kritisches Studium, Verknüpfen und Anwenden glauben wir, ein rationales Verständnis dessen aufbauen zu können, worauf wir gemeinsam hinarbeiten. Nachdem wir uns mit den Visionen Saudi-Arabiens für 2055 und der Türkei für 2053 befasst haben, interessiert uns in dieser Ausgabe die Zukunft Europas.

Das ist nicht einfach, da sich unser Kontinent nur schwer auf eine entschlossene Vision seiner Zukunft einigen kann und stattdessen von Krisen hin- und hergeworfen wird: In den 1980er Jahren war von einem politischen Europa die Rede, in den 1990er Jahren stand jedoch eher die Erweiterung im Vordergrund, und in den 2000er Jahren war die Reform der Regierungsführung das große Thema. Da in diesem Bereich nichts unternommen wurde, kam es im Jahrzehnt 2010 zur Migrationskrise und zu Populismus, was zum Austritt des Vereinigten Königreichs führte und eine große Debatte über die Zukunft Europas auslöste. Diese Debatte ermöglichte es, das Jahrzehnt mit einem klaren Projekt zur Bewältigung der ökologischen Krise, dem Green Deal (2019), abzuschließen. Doch der Krieg zwischen der Ukraine und Russland verleitet Europa nun dazu von einem sehr großen Europa zu träumen, das sich auf ganz Westeuropa (Vereinigtes Königreich, Norwegen, Schweiz, Andorra…) sowie den ehemaligen russischen Einflussbereich (Balkan, Kaukasus) und die Türkei erstreckt.

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Zusammenfassung

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