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Paradigmenwechsel – 2026: Der weltweite Schuldenmarkt ist nicht mehr die Domäne des Dollars

ANTIZIPATION

Im Jahr 2025 verändert sich die gesamte Struktur der weltweiten öffentlichen und privaten Verschuldung rasant. Im Rahmen der Bilanzentlastung der Zentralbanken nach der Pandemie, des Wettlaufs um den Einsatz künstlicher Intelligenz und des Aufkommens neuer Finanzkanäle öffnet eine umfassende Internationalisierung der Währungen – und damit der Staatsschulden – den Schuldenmarkt, der bisher fast ausschließlich dem US-Dollar vorbehalten war, für den Wettbewerb[1].

In diesem Artikel listen wir die großen systemischen Veränderungen auf, die wir beobachten, und ordnen sie in einen schrittweisen Prozess des „Rückgangs des Dollars” ein – denn man muss die Dinge beim Namen nennen: Seit Januar hat der US-Dollar gegenüber dem Euro 13,5 %, gegenüber dem Yen 4,46 % und gegenüber dem britischen Pfund 7,76 % an Wert verloren.

Zur Erinnerung: Geld ist eine Schuld

Als Prädikat zu dieser Demonstration gilt: Jede moderne Währung ist naturgemäß eine Schuld.

Eine Banknote, eine Bankeinlage oder eine Reserve bei der Zentralbank stellt eine Forderung gegenüber ihrem Emittenten (Staat, Zentralbank oder Geschäftsbank) dar. Wenn diese Währung über Grenzen hinweg zirkuliert – wie der Dollar –, wird diese Schuld international.

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