Ihr Verständnis der Zukunft
ANALYSE
Am 30. März dieses Jahres haben wir eine „Sturmwarnung“ im Zusammenhang mit Auktionen von US-Anleihen herausgegeben, die um den 8. bis 9. April herum „ausfallen“ könnten. Schlechte Verkaufszahlen – d. h. wenn US-Schulden zu vernünftigen Preisen keine Abnehmer mehr finden – könnten den derzeit relativ stillen, aber de facto bereits laufenden Prozess des Zusammenbruchs des Schuldensystems beschleunigen.
Was wir so sehr befürchteten, dass wir unsere Leser außerhalb unseres üblichen Veröffentlichungsrhythmus warnen wollten, ist eingetreten: Die Auktionen vom 8. und 9. April signalisieren und verschärfen den mittlerweile untragbaren Charakter der US-Schulden und des gesamten Schuldensystems, das sich in den letzten 20 Jahren etabliert hat.
In Verbindung mit der privaten Schuldenkrise, die im Januar durch das Einfrieren von Abhebungen durch Blackrock[1] eingeleitet wurde, gleicht dieser wichtige Schritt im geldpolitischen Paradigmenwechsel zunehmend einer Subprime-Krise der Unternehmen, bei der nicht mehr Privatpersonen ihre Häuser an die Banken verlieren, sondern Unternehmen ihre Sachwerte (Immobilien, Infrastruktur usw.). Und das alles, ohne dass die Staaten (insbesondere die USA) in der Lage wären, irgendjemanden zu retten.
Der Verkauf der 30-jährigen Anleihen am 9. April war eindeutig eine gescheiterte Auktion
Die Bewertungsliste der Auktion von 22 Milliarden 30-jährigen Anleihen am 9. April 2026 lautet wie folgt:
„Indikator – Ergebnis – 6-Monats-Durchschnitt – High Yield 4,876% 4,745% – WI ~4,858% — Tail
~+2 Basispunkte +0,2 Basispunkte – Bid-to-Cover 2,39x 2,42x – Indirekte 64,14% 66,0% – Direkte 24,23%
24,0% – Primärhändler 11,62% 9,9%“.
In der Finanzsprache bestätigt diese Meldung, dass die Auktion der 30-jährigen Anleihen am 9. April besonders schlecht verlief, was unsere Erwartung einer „risikobehafteten“ Transaktion bestätigt.
Erläuterung:
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