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Perspectives
pic geab 93 2015 – Medien, Finanzmärkte, Petro- System, militärisch- industrieller Komplex, QE : Der Krieg um die Bedeutungshoheit der Ereignisse

Im Chaos, das kennzeichnend für eine Krise ist, mangelt es nicht an den unterschiedlichsten Erklärungen, die nichts weiter sind als Versuche, die eigene Sicht der Dinge als herrschende Meinung durchzusetzen. Und wer die Meinung kontrolliert, kontrolliert die Welt. Den Spielraum[1], den eine Krise mit seinem Chaos öffnet, ist immer auch der Rahmen für einen Krieg um die Bedeutungshoheit der Ereignisse, den die gewinnen, die entweder die Stärksten sind (auf kurze Sicht) oder die Weitsichtigsten (auf lange Sicht).

Für Otto Normalverbraucher besteht die große Schwierigkeit darin, inmitten dieses Krieges, in denen eine Interpretation der Ereignisse die nächste jagt (neudeutsch Narrative oder auch story-telling), die Orientierung zu bewahren. Genau das ist die Aufgabe, die sich der GEAB seit Januar 2006 Monat für Monat stellt, nämlich seinen Lesern zu ermöglichen, hinter die Fassade zu schauen und sich nicht vom Propagandagetöse einschüchtern zu lassen, um somit die tiefgreifenden Entwicklungen soweit wie möglich zu erfassen. Diese Arbeit ist natürlich schon für jeden Einzelnen wichtig, der in diesen unsicheren Zeiten die richtigen Entscheidungen treffen muss. Aber noch wichtiger ist sie gesamtgesellschaftlich, denn welche Interpretation sich durchsetzt, ist entscheidend für die gesellschaftliche Weichenstellung in die Zukunft. Die Interpretation, die sich durch Propaganda und Medienmacht durchsetzt, und die, die ein besseres Abbild der Wirklichkeit bietet, sind in ihrem Wesen und ihren Folgen so verschieden wie die Ideologie einer bornierten Gesellschaft und das freie Denken und Handeln einer offenen Gesellschaft.

Im 20. Jahrhundert war es sicherlich für die Völker, die in die Falle ideologischer, von der Wirklichkeit abgekoppelter Systeme geraten sind, schwieriger, diese Katastrophe zu vermeiden. Heute haben jedoch die Gesellschaften, denen dank Internet jeglicher Zugang zu Informationen und zu den Mitgliedern anderer Gesellschaften offensteht, die Verantwortung für die Weichenstellung ihrer Zukunft. Der GEAB kann nicht für sich in Anspruch nehmen, immer Recht zu haben. Aber wir leisten sicherlich unseren Beitrag, um unseren Lesern zu ermöglichen, hinter die Manipulationsversuche bestimmter Narrative zu sehen, Meinungsmache von objektiven Fakten zu trennen und Propaganda von Information,  damit sie sich ihre eigene tragfähige Meinung bilden können.

Wir haben bereits vorhergesagt, dass 2015  sich die Welt von vor der Krise und die Welt von Morgen überlagern und scheinbar gleichberechtigten Anspruch erheben würden, die Zukunft zu verkörpern; wobei die alte noch getragen wird von seinen Machtmitteln, die noch heute Wirkung zu entfalten vermögen (Medien, Armeen, Finanzinstitute und – Märkte), die neu jedoch von den dauerhaften Tendenzen der Neugestaltung der Weltordnung in der umfassenden weltweiten Krise.

In Wirklichkeit ist die Welt von vor der Krise inzwischen massiv geschwächt und seine verbleibende Dominanz ist nur noch das Ergebnis ihrer übergroßen Anstrengungen, unter Einsatz all seiner Machtmittel den Schein der alten Stärke aufrecht zu erhalten. Aber sie erschöpft sich in diesen Anstrengungen, genau wie die UdSSR im Rüstungswettlauf mit dem Westblock in den Untergang rannte.

Unsere Pressemitteilung enthält diesmal einen Auszug aus der aktuellen Ausgabe des GEAB, der sich der Analyse der Vier Machtmittel, die in der Krise stecken.

Vier Machtmittel, die in der Krise stecken

Wir wollen uns einen Moment anschauen, in welchem Zustand sich diese berühmten Machtmittel der Welt von vor der Krise befinden:

Bei den Medien werden  inzwischen ihre Objektivität, ihr Berufsethos und der Mehrwert, den sie für die Gesellschaft erbringen, von ... Lesen