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GEAB 130

Der monatliche Informationsbrief des Laboratoire européen d'Anticipation Politique (LEAP) - 15 Dez 2018

Erstes Halbjahr 2019 – Wut der Menschen, Balkan, Ende des QE, Special Purpose Vehicle, Brexit, Wahlen … Europa: Der Countdown läuft!

Gelbwesten (FR)[1], Pro- und Anti-Brexit-Demonstrationen (UK)[2], politische Krise in Deutschland (DE)[3], katalanische Unabhängigkeitsbewegung (ES)[4], Kampf um den Haushalt (IT)[5], Reform des Arbeitsrechts (HU)[6], Pakt von Marrakesch und Regierungsumbildung (BE)[7] … die europäische Dimension der immer gewaltsameren Krisen, die das Geschehen in den Mitgliedsstaaten nähren, springt ins Auge.

Achtung: Wir empfehlen Ihnen, besonders auf die Fußnoten dieses Artikels zu achten; das Geschehen ist wirklich beunruhigend.

Seit zwei Jahren erfordert die durch das britische Referendum ausgedrückte und beschleunigte europäische Krise eine umfassend Überarbeitung des europäischen Projekts. Aber zwei Jahre später nimmt in einem Europa ohne Führung die Mobilisierung unzähliger Akteure (politische Bewegungen, Regierungen, wirtschaftliche Interessen, ausländische Mächte …), die Lösungen und Mittel für deren Umsetzung suchen, immer sichtbarer die Form eines Schlachtfeldes an, auf dem sich die Handlungen gegenseitig aufheben und dies zeigt den Europäern die gigantische politische Stagnation des Kontinents auf und treibt sie in Wut / Panik auf die Straßen.

Leider schließen die verschiedenen Ausprägungen dieser einzigartigen europäischen Krise in einzelstaatliche Krisen die Bürger und Politiker mehr denn je in ihre Grenzen ein. Wenn es tatsächlich nur eine große europäische Krise gibt, sieht jede Nationalität in ihr eine so sehr von  ihren Nachbarn verschiedene praktische Anwendung, dass es für unsere Staats- und Regierungschefs immer schwieriger wird, darauf zu reagieren. Jedoch muss auf eine gemeinsame Krise eine gemeinsame Antwort gefunden werden. Aber die Chancen, dass diese gemeinsame Antwort von innen kommt, nehmen in dem Maß ab, in dem die Europäer in die trüben Gewässer ihres engen nationalen Blicks sinken.

Kommentare

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Chgrimm@gmx.de
20 Jan 2019

die Gründungsväter der europäischen Verträge wollten, mit damaliger Weitsicht und ohne ideologische Verblendung, ein Europa der Vaterländer. Was ist davon übriggeblieben? Auch sie verweisen mir zu wenig darauf und liefern damit Ideologien Vorschub , denen sie teilweise unterliegen oder nachträumen

Zusammenfassung

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