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GEAB 147

Der monatliche Informationsbrief des Laboratoire européen d'Anticipation Politique (LEAP) - 15 Sep 2020

US-Wahlen: Drei Antizipationsszenarien einer Wahlkrise

Unser letzter Artikel über die amerikanischen Wahlen erschien vor vier Monaten („Die Machtübernahme durch das ‚Neue Amerika'“ – GEAB vom 15. Mai 2020[1]). Unter den vielen Argumenten für ein erhebliches Risiko einer Entgleisung des Prozesses nannten wir darin die Bedenken hinsichtlich des ordnungsgemäßen Ablaufs der Wahl und  nahmen an, dass die Veränderung der Umstände beim Zugang zur Abstimmung wahrscheinlich zu einer Blockade der Ernennung des nächsten Chefs der amerikanischen Exekutive führen würde.

Seitdem sind die technischen Probleme bei der Abhaltung der Wahl nur noch deutlicher geworden und zwischen Demokraten und Republikanern tobt ein Krieg um die Frage, ob im Kontext von Covid-19 die Briefwahl genutzt werden soll oder nicht[2]. Die Demokraten sehen darin eine Gelegenheit, die Wählerbasis dadurch zu ihren Gunsten zu verändern, daß sie den Zugang zur Abstimmung auf Bevölkerungsgruppen ausdehnen, die durch die alten Wahlprozeduren geschickt fern gehalten wurden[3]; während die Republikaner glauben, dass die amerikanische Post nicht zuverlässig genug ist und dass dies zu Betrug einlädt (die Ausfälle bei der Post als Vorwand für eine Aussortierung nicht genehmer Stimmzettel[4]).

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Zusammenfassung

Mit der Corona-Krise rutscht die Welt in die Zukunft. Dies gilt an absolut allen Fronten und die Aufgabe der Beobachtung des immensen gesellschaftlichen Wandels ist erheblich komplizierter geworden. Auf den [...]

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