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USA-Iran – Dollar /Bestätigung des Ausbruchs einer umfassenden weltweiten Krise Ende März

Alles dreht sich um die Geldmenge M3…

Wie die meisten der 9 nachstehend analysierten Indices zeigen, haben die letzten Wochen bestätigt, dass die Entscheidung der US-Zentralbank, am 23. März 2006 die Veröffentlichung der M3-Zahlen einzustellen, ein entscheidendes Indiz darstellt. LEAP/E2020 ist nunmehr davon überzeugt, dass diese Entscheidung dazu dient, das Anwerfen der Gelddruckmaschine durch die US-Behörden zu verschleiern; damit wird es zu einem Zusammenbruch des Dollars kommen, während die US- Schulden, sowohl private als auch öffentliche, monetarisiert werden. Viele Experten gehen heute davon aus, dass die US-Schulden niemals mehr zurück bezahlt werden können, da die Summe inzwischen zu hoch und der Anstieg zu schnell ist. Die öffentlichen US-Schulden belaufen sich inzwischen auf mehr als 8.000 Milliarden Dollar, also mehr als vier Mal den US-Bundeshaushalt 2006. Nach Berechnungen der sehr konservativen Heritage Stiftung belaufen sich die realen US- Schulden, wenn man die neulichen Entscheidungen der Regierung Bush mit Auswirkungen auf den US-Haushalt (Gesundheit und Renten) mit einbezieht, auf 42.000 Milliarden Dollar, also 18 Mal den US-Haushalt, und dreiundhalb Mal das US-BSP 2005.

…und die Irankrise, in der die Zeit inzwischen für die Regierung in Teheran läuft.

Auch wenn wir weiterhin davon ausgehen, dass die iranische Entscheidung über die Eröffnung einer in Euro abrechnenden Ölbörse entscheidend für den Fortgang der Ereignisse ist (im übrigen haben iranische Stellen vor kurzem verlauten lassen, dass sie, falls die Krise sich intensivieren sollte, beginnen könnten, ihre Ölverträge, wie schon vor ihnen Syrien, in Euro abzurechnen), denken wir, dass die Sackgasse, in der sich die Angelegenheit inzwischen beim VN-Sicherheitsrat befindet, dafür spricht, dass die Krise zu einer Aktion der Amerikaner und Israelis außerhalb des VN-Rahmens führen wird.

Denn China und Russland lassen inzwischen keinen Zweifel mehr daran, dass sie nicht bereit sind, Wirtschaftssanktionen mitzutragen, von militärischen ganz zu schweigen.

In Europa würde die in Berlin die Koalitionsregierung eine Unterstützung der Amerikaner bei einem Militärschlag gegen den Iran nicht überstehen; die SPD würde unverzüglich die Zusammenarbeit mit Angela Merkel aufkündigen.

Gleichzeitig wird Jacques Chirac in Frankreich, wenn er weiterhin den Schulterschluss mit Washington und London sucht, sich einer feindlichen öffentlichen Meinung gegenüber sehen und auch in Europa in Schwierigkeiten kommen, da sein Hauptpartner in Europa, Deutschland, diese Position nicht wird mit tragen können…

Für mehr, GEAB 3 / 16.03.2006

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