Home Europawahlen / Europe2040: „And now for something completely different“ (Mar 2019)

GEAB Sonderausgabe

Der monatliche Informationsbrief des Laboratoire européen d'Anticipation Politique (LEAP) - 14 Aug 2020

Europawahlen / Europe2040: „And now for something completely different“ (Mar 2019)

In dieser Ausgabe wird viel über Abschlüsse gesprochen! Was die EU betrifft, die am 7. Februar in Maastricht geborene Etappe des europäischen Aufbauwerks, so werden die nächsten Wahlen die Vision besiegeln, die sie  seit 27 Jahren verbreitet hat. Und das ist keine Antizipation! Lassen Sie uns wiederholen, dass die Eurokrise, die Migrationskrise und der Brexit, um nur die offensichtlichsten Krisen zu nennen, das technokratische Gebäude, das hoffnungslos von den Bürgern, der Welt und der Zukunft getrennt ist und den Kontinent mindestens ein Jahrzehnt lang zerstört hat, bereits besiegt haben. Das Signal, das die Briten vor zwei Jahren ausgesandt haben, ob es sich nun im Austritt manifestiert oder nicht, ist ein Beweis dafür.[1]

Sag mir, wer du bist, und ich sage dir, wie deine Wahl aussehen wird

Auf die eine oder die andere Art werden die Europawahlen 2019 eine Bilanz der Schäden „offenbaren“ und den Ausgangspunkt für das nächste Kapitel des europäischen multi-sekulären Abenteuers darstellen, nämlich:

Uneinige europäische Bevölkerungen

Das ist der schlimmste Aspekt der Bilanz des Maastricht-Europas: Während ihre Aufgabe darin bestand, die Annäherung oder gar Integration der Bevölkerungen voranzutreiben, ist das Gegenteil geschehen. Das berühmte ERASMUS-Programm, das in den achtziger Jahren erdacht worden war, um die Voraussetzungen für die Entstehung eines europäischen Bürgers (als Ergänzung und nicht als Ersatz für den nationalen Bürger) zu schaffen, ist zu einer internationalen Tourismusagentur geworden, die es englisch sprechendenen Studenten ermöglicht, ein Jahr auf den Philippinen oder in Australien zu verbringen. Was die ersten ERASMUS-Generationen betrifft, die in der Tat europäischer waren, da das Programm zu Beginn europäische Studenten in Europa vermischte, so gab es für sie als Erwachsene keinen Raum mehr, um ein gemeinsames politisches Programm zu entwickeln. Also gab es in der gewaltsamen (jedoch gemeinsamen) Krise, durch die die Europäer seit 2009 gehen, nur die nationalen Politiker, an die sich die Europäer wenden konnten. Nationale Politiker haben nationale Lösungen …

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Zusammenfassung

Die Covid-Krise erlaubt es der EU endlich, mit der Ausgabe von Gemeinschaftsschulden zu beginnen. Es war ein bescheidener und hart erkämpfter Schritt nach vorn. Inmitten der Flammen brauchten die Feuerwehrleute [...]

Ausnahmsweise hat die GEAB-Redaktion entschieden, ihren Lesern einen Auszug aus dem unveröffentlichten Text „ Communauté ou Empire“ (Gemeinschaft oder Imperium) von Franck Biancheri aus dem Jahr 1992 zugänglich zu machen. [...]

Es ist schon lange her, es war 1998, da schrieb Franck Biancheri, unser verstorbener Studienleiter, einen Antizipations-Artikel mit dem Titel „2009, wenn die Enkel von Hitler,  Pétain, Mussolini ... die [...]

Seit es den GEAB gibt, hat er sich zur besonderen Aufgabe gesetzt, die europäischen öffentlichen Meinungen und Entscheider zu warnen, dass die derzeitige immense globale geopolitische Neuausrichtung auch für die [...]

Diese Antizipation ist nicht sehr originell, aber sie muss trotzdem mit aller gebotenen Klarheit formuliert werden. Es handelt sich weniger um eine Hypothese, sondern eher schon um eine Gewissheit: eine [...]

Die Finanzkrise und die folgende Schuldenkrise haben zu einer substantiellen Veränderung des Mandats der EZB geführt, und zwar in der Praxis zu einer politischeren Ausrichtung dieses Mandats. Die EZB hat [...]

Man muss nicht auf die Wahlergebnisse warten, um jetzt schon einige wichtige Veränderungen des neuen Europas, das ab Juni 2019 eine Realität sein wird, zu antizipieren. Sicherlich wird es dem [...]

Die Perspektiven von gesellschaftlicher Neuordnung, die sich aus der aktuellen Gesundheitskrise ergeben, sind gigantisch. Wir haben daher beschlossen, uns auf Europa zu konzentrieren, bei dem wir uns viel sicherer sind [...]

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