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Der monatliche Informationsbrief des Laboratoire européen d'Anticipation Politique (LEAP) - 15 Nov 2019

Die Wut der Menschen: „It’s politics, stupid!“

Die Aufstände der Menschen nehmen zu und breiten sich aus: erst Arabischer Frühling, Occupy Wall Street, Indignados, Maidan, jetzt Stimmabgabe für Populisten, Gelbwesten, Irak, Algerien, Demonstrationen gegen die Klimaerwärmung, Hongkong, Libanon, Venezuela, Chile, Ecuador, Bolivien … Die Straßen brennen, die Märkte taumeln und die einzige uns angebotene Erklärung, ist die Armut, die Zunahme der Ungleichheit, die Steuern … natürlich „the economy“!

Es liegt uns fern, den wirtschaftlichen Faktor bei diesen Protesten der Menschen zu verwerfen: Wie bei jeder Revolte ist der Auslöser tatsächlich wirtschaftlicher Natur. Aber wenn die Unzufriedenheit so sehr wie ein bedeutender und globaler Trend aussieht, ist es angebracht, sie als einen revolutionären Prozess zu identifizieren.

Aber eine Revolution entspricht einem Drang zu einem „Regime“-wechsel.

Wir antizipieren, dass die revolutionäre Flut, die sich in der Welt ausbreitet, erst mit dem Aufkommen der ersten modernen demokratischen Modelle nachhaltig zurückfließen wird. Aber unserer Meinung nach sind die Bedingungen ungünstiger denn je, um ein solches Aufkommen, das ein Prozess von noch etwa zwanzig Jahren sein wird, zu erleben. In der Zwischenzeit werden wir vor allem die „Technologisierung“ der Meinungskontrolle durch die großen Technologiekonzerne, die KI und die Blockchains erleben, etwas, das Finanz-, Wirtschafts- und politische Interessen immer dringlicher fordern … mit all den Auswüchsen, Vereinnahmungen, Manipulationen und Meinungskriegen, die das Fehlen einer demokratischen Kontrolle dieser Instrumente zur Folge haben wird.

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Zusammenfassung

Der Titel ist provokativ in einer Medienwelt, die zu Recht auf die ökologische Katastrophe, die Revolten der Menschen, die Kriegsrisiken und die Finanzkrise des Jahres 2020 ausgerichtet ist. Aber unser [...]

Wir antizipieren seit einem Jahr die Einführung von digitalen Zentralbankwährungen (DZBW). Und es waren vor allem die Reden von Christine Lagarde beim IWF, die uns den Tipp gaben. Die Ernennung [...]

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