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GEAB 132

Der monatliche Informationsbrief des Laboratoire européen d'Anticipation Politique (LEAP) - 15 Feb 2019

Staaten-Gold-Kryptos: die drei Säulen einer zukünftigen internationalen Währung

Selbstverständlich gibt es diesen Trend zum nationalen oder regionalen Rückzug. Aber es gibt auch das Internet, das die Welt nachhaltig verbindet. Die globalisierte menschliche Gesellschaft versucht de facto Lösungen zu finden, die angesiedelt sind zwischen Aufrechterhaltung einer offenen Teilhabe an der Welt, Neuausrichtung auf große Wirtschaftsräume, Wahrung von nationalen Identitäten und Neuerfindung des nationalen Mehrwerts sowie Anpassung der Ebene, auf der die Bürger gestalten können, an die Realität, und das sind die Städte. Dank neuer Technologien und des Netzwerkmodells gibt es Lösungen, die alle diese Ebenen integrieren können.

In diesem Kontext müssen die Überlegungen gesehen werden, die derzeit von den internationalen Gremien gemacht werden, die für den Entwurf des zukünftigen weltweiten Währungssystems zuständig sind, eine Aufgabe, die der Rückzug des Dollars immer dringlicher macht. Wenn wir in monetären Fragen neue Technologien (Kryptowährungen, virtuelle Währungen), die zwingende globale Dimension, die Notwendigkeit, das System neu zu verankern, und die Tatsache, dass man die Staaten nicht übergehen kann, kombinieren, sind Lösungen offensichtlich, die eine monetäre Virtualisierung mit einer Deckung durch das sehr materielle Gold vermischen und all das garantiert durch die einzige mit den  Bürgern verbundene Regierungsebene, den Staat. Man kann sich dann ein internationales Währungssystem vorstellen, das technisch durch die Blockchain vereinheitlicht wird, in nationalen Goldreserven, die auf diesem Weg vernetzt werden, verankert, und durch nationale Nominierungen verkörpert wird: durch Gold gedeckte Krypto-Dollar/ -Schweizer Franken/ -Yuan …

Schauen wir uns jetzt an, was derzeit in diese Richtung zu gehen scheint …

Jenseits diverser Rückzüge bleibt die Offenheit zur Welt (Beispiel Tourismus)

Trotz der vielen Spannungen auf internationaler Ebene bleibt auf der individuellen Seite die Notwendigkeit stark präsent, sich zu begegnen, mit anderen Kulturen zu interagieren. Tatsächlich wächst der Tourismus weltweit stark fernab der großen Konflikte[1], wobei jeden Monat etwa 100 Millionen Menschen von einem Land zu einem Besuch in ein anderes reisen[2]. Insgesamt haben 2017 1,4 Milliarden Menschen in völliger Souveränität beschlossen, einer anderen Lebensweise zu begegnen. Frankreich und Spanien sind die am meisten besuchten Länder mit 87 bzw. 82 Milliarden internationalen Touristen, gefolgt von den Vereinigten Staaten (77 Millionen Touristen) und China (60 Millionen Touristen).

Abbildung 1. Tourismus-Wachstum im Jahr 2017 laut World Tourism Organization

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Zusammenfassung

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