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GEAB 136

Der monatliche Informationsbrief des Laboratoire européen d'Anticipation Politique (LEAP) - 15 Jun 2019

Europa versteift sich darauf, die Gegenwart zu finanzieren, während die Amerikaner und die Chinesen die Zukunft finanzieren

Eric Leandri, Unternehmenschef von Qwant

Eric Leandri, Unternehmenschef und Mitbegründer der französischen Suchmaschine Qwant[1], teilt mit dem GEAB die Überzeugung, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China Europa ein Zeitfenster öffnet, eine Chance, die es so schnell wie möglich nutzen sollte und zwar dadurch, dass es auf die besonderen Merkmale des europäischen Modells setzt.

Im Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China, symbolisiert durch den Ausschluss von Huawei als 5G-Lieferant in den Vereinigten Staaten, scheint Europa ein kompletter Zuschauer zu sein. Macht Ihnen das Sorgen?

Eric Leandri: Die Wahrheit ist, dass der chinesische Hersteller (Huawei) im vergangenen Februar alle überrascht hat. Niemand hatte erwartet, dass er bei 5G so weit fortgeschritten ist. Dies gilt nicht nur für die Hardware für Betreiber, sondern auch für die 5G-Telefon-Komponenten. Trumps Amerika reagierte sehr heftig, da es zweifellos am meisten hinterherhinkt. Sein führender Hersteller Qualcomm ist sogar mehr in Verzug als die Europäer Nokia und Ericsson. Im Hinblick auf den technologischen Entwicklungsstand ist Nokia sicher weltweit die Nummer 2 nach Huwaei. Darüber hinaus haben die Vereinigten Staaten eine echte Charmoffensive in Richtung des finnischen Herstellers gestartet, während die Europäer ihn buchstäblich zu vernachlässigen scheinen.

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Zusammenfassung

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